5 Regeln, damit das Finanzamt bei deinen Bewirtungskosten nicht den Rotstift ansetzt

In diesem Artikel lernst du, welche Regeln du befolgen musst, damit das Finanzamt deine eingereichten Bewirtungsbelege anerkennt und du Steuern sparen kannst. Bewirtungsbelege fallen viele innerhalb eines Jahres an und du als Unternehmer musst wissen, welchen Ansprüchen diese Belege entsprechen müssen um anerkannt zu werden.

1. Regel: Trenne Bewirtungskosten immer von anderen Betriebsausgaben

Du darfst betrieblich bedingte Bewirtungskosten nicht mit anderen Betriebsausgaben vermischen. Hast du eine Ausgabe bereits als Werbeaufwand verbucht, streicht dir das Finanzamt die Möglichkeit des Betriebsausgaben- und Vorsteuerabzugs. Ganz einfach machst du dies, indem du alle Bewirtungsbelege auf ein gesondertes Konto buchst und die Belege gesondert abheftest.

2. Regel: Illegale Beschaffung von Bewirtungsbelegen

Du möchtest deine Bewirtungskosten erhöhen? Warum dann nicht Bewirtungsbelege von Freunden besorgen, die diese nicht absetzen können, oder besser noch im Internet Bewirtungsbelege kaufen? Ja genau, weil es illegal ist, Kosten abzusetzen, die nicht in deinem Unternehmen angefallen sind. Finanzbeamte kennen diese Möglichkeiten und schauen genau hin. Einschlägige Seiten werden vom Finanzamt regelmäßig geprüft. Unregelmäßigkeiten bei deinen Bewirtungskosten erkennen Finanzbeamte schnell. Also Finger weg von fremden Bewirtungsbelegen! Um dem Finanzamt die Richtigkeit eines Bewirtungsbeleges zu verdeutlichen zahle mit der EC- oder Kreditkarte, so ist klar, dass du die Bewirtung in Anspruch genommen hast.

3. Regel: Nenne Teilnehmer und Grund der Zusammenkunft

Bestimmte Angaben dürfen auf einem Bewirtungsbeleg nicht fehlen, neben dem Datum, der Lokalität und natürlich dem Betrag sind das die Teilnehmer und der Grund für diesen betrieblich bedingten Termin. Nimmst du deinen Ehepartner mit, möchte das Finanzamt natürlich auch wissen, warum die Anwesenheit auch betrieblich bedingt ist. Ein Beispiel hierfür wäre, ein Treffen zur Kundenbindung mit jahrelangen Stammkunden. Ist die Teilnahme von betriebsfremden Personen nicht betrieblich notwendig streiche die Bewirtungskosten für diese Personen von der Rechnung. So entgeht dieser Beleg dem Rotstift und du zeigst dem Finanzbeamten deine Steuerehrlichkeit. Du nimmst es mit der Höhe der Bewirtungskosten ganz genau und möchtest das Finanzamt nicht betrügen.

4. Regel: Bewirtungsbeleg ist auf Thermopapier gedruckt

Leider finden sich immer wieder Unternehmen die Belege auf Thermopapier drucken. Doch dieses Papier hat einen großen Nachteil: Die Schrift verblasst schnell, wird unleserlich und entspricht nun nicht mehr den Anforderungen des Finanzamtes an einen Bewirtungsbeleg. Doch auch dieses Problem kannst du schnell und einfach lösen. Kopiere diese Belege einfach zeitnah, so sind die Daten auf dem Belege gesichert und du kannst diesen Bewirtungsbeleg beim Finanzamt einreichen.

5. Regel: Die 150-€-Grenze

Ein gutes Essen gemütlicher Runde kostet schnell über 150 € brutto. Das bedeutet für dich, dass dein Name und deine Adresse, beziehungsweise deines Unternehmens, auf dem Beleg vermerkt werden. Ebenso müssen alle Posten nach den verschiedenen Mehrwertsteuersätzen aufgeschlüsselt werden. Kannst du einen solchen Beleg nicht vorweisen, lehnt das Finanzamt diese Bewirtungskosten ab! Frag einfach im Restaurant nach, oder lass dir eine ordnungsgemäße Rechnung ausstellen.

Fazit:

Jährlich können gut und gern 100 bis 200 Bewirtungsbelege anfallen, wenn regelmäßig Meetings, Personalgespräche oder Kundenakquisegespräche in ein Restaurant verlegt werden. Und es ist so einfach mit Bewirtungskosten Steuern zu sparen. Wenn du dich an diese einfachen Regeln hältst, kann das Finanzamt den Rotstift gleich wieder einpacken.

Lade dir jetzt die Vorlage für deinen Bewirtungsbeleg herunter, so vergisst du garantiert keine Angaben mehr!​

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