Was ist bei einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu beachten?

In diesem Beitrag werde ich dir erklären, was eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist, wer diese anwenden kann und was du dabei beachten musst. Infomiere dich jetzt!

Eine Einnahmenüberschussrechnung kommt grundsätzlich infrage für kleine Unternehmen, die nicht mehr als 600.000€ Umsatz pro Kalenderjahr erzielen oder nicht mehr als 60.000€ Gewinn erzielen. Hier ist es so, dass du nicht beide Grenzen überschreiten musst, sondern es reicht vollkommen aus, wenn du eine Grenze überschreitest. Dann müsstest du eine Bilanz erstellen und dann kommt für dich die Einnahmen-Überschuss-Rechnung nicht mehr infrage.

Eine einfache Gegenüberstellung

Die Einnahmenüberschussrechnung ist eine sehr einfach Form der Gewinnermittlungsart, weil du hier lediglich, wie es der Name schon sagt, die Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber stellst. Wir sagen auch umgangssprachlich manchmal Einnahmen/Ausgaben-Rechnung. Was hier zu beachten ist, ist, dass die Einnahmen-Überschuss-Rechnung sich strikt am Zufluss und am Abfluss der Zahlungen orientiert, das heißt, Betriebseinnahmen sind in dem Zeitpunkt beziehungsweise Kalenderjahr Betriebseinnahmen, in dem sie zufließen. Betriebsausgaben sind in dem Kalenderjahr Betriebsausgaben, in dem sie von dir bezahlt werden.

Besonderheit bei wiederkehrenden Zahlungen und Wirtschaftsgütern über 410 €

Es gibt darüber hinaus noch eine Besonderheit, und zwar betrifft das insbesondere wiederkehrende Einnahmen oder Ausgaben - hierunter fällt zum Beispiel die Umsatzsteuervoranmeldung für den Monat Dezember oder für das vierte Quartal. Wenn du die Umsatzsteuer für das vierte Quartal oder den Monat Dezember bis zum 10. Januar des Folgejahres bezahlst, dann hast du die Zahlung zwar im Folgejahr geleistet, aber aufgrund dieser Vorschrift über wiederkehrende Zahlungen gilt diese Zahlung noch im laufenden Kalenderjahr als Betriebsausgabe. So hast du immer eine gute Möglichkeit auch hier deinen Gewinn, so wie du es halt für dich notwendig erachtest, zu beeinflussen.

Das Zufluss- und Abflussprinzip gilt allerdings nicht für Anschaffungsvorgänge von Wirtschaftsgütern, die mehr als 410 € kosten. Du schaffst dir beispielsweise einen Betriebswagen für 20.000 € an - diese müsstest du dann abschreiben. Das heißt, du kannst hier nicht sofort die 20.000 € als Betriebsausgabe geltend machen. Allerdings gibt es hier auch Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn du beispielsweise diesen PKW leasen würdest, könntest du die Leasing-Sonderzahlung, bspw. 5.000€, sofort als Betriebsausgabe geltend machen.

Elektronische Übermittlung an das Finanzamt

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist an das Finanzamt in elektronischer Form zu übermitteln - das ist schon seit einigen Jahren so. Es gibt hier auch eine ganz klare Formvorschrift, wie das zu machen ist. Das findest du, wenn du bspw. einen Zugang zu ELSTER-online hast, dort kannst du dir genau anschauen, welche Angaben dafür erforderlich sind. So erwartet das Finanzamt von dir die Einnahmenüberschussrechnung.

Hinweis:

Eine Erleichterung gibt es für ganz kleine Firmen, die nicht mehr als 17.500€ Einnahmen oder Ausgaben haben. Diese Unternehmen sind nicht an die vorgeschriebene Form der Finanzverwaltung gebunden, sondern können eine einfache Excel-Tabelle einreichen, dort ihre Einnahmen auflisten und ihre Betriebsausgaben dokumentieren. In Höhe des Differenzbetrages ergibt sich dann eben der Gewinn oder Verlust, der dann in die Einkommensteuererklärung einfließt.

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