Was musst du über den Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung wissen?

In diesem Beitrag erhältst du wichtige Informationen zum Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung. Was ist das und wer muss diesen ausfüllen? Welche Daten musst du in diesen Fragebogen eintragen und welche Auswirkungen hat dies für dich? All diese Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet!

Wozu ist der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung überhaupt notwendig? Wenn du ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit anmeldest, wird dir das Finanzamt als allererstes einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zuschicken. Dieser Fragebogen zur steuerlichen Erfassung dient letztlich deiner Registrierung - und wie der Name schon sagt - der steuerlichen Erfassung. Du gibst dort deine persönlichen Daten an, deinen Namen, deine Anschrift, dein Geburtsdatum, deine Telefonnummer, bist du steuerlich beraten oder nicht, und gibst natürlich auch Informationen preis über die künftige Entwicklung bzw. Erwartung bezüglich deiner selbständigen Tätigkeit. Das Finanzamt wird dir, wenn du diesen Fragebogen korrekt ausgefüllt hast, deine Steuernummer zuteilen. Diese brauchst du, um Rechnungen zu schreiben und sie ist am Ende natürlich auch der Nachweis darüber, dass du Unternehmer im steuerlichen Sinne bist.

Auch Angaben zum Unternehmen werden abgefragt

Im Mittelteil des Fragebogen zur steuerlichen Erfassung füllst du Angaben zum Unternehmen aus, das du dabei bist zu gründen - hier kommen Fragen wie: Wie viel Umsatz erwarten Sie im Jahr der Gründung? Wie viel Umsatz erwarten Sie im nächsten Jahr? Mit welchen Gewinnen rechnen Sie? Welche weiteren Einkünfte haben Sie? usw. Diese Informationen sind für das Finanzamt und für dich natürlich wichtig, um dich entsprechend steuerlich zu klassifizieren, so ist es zum Beispiel bei der Frage nach der Höhe der etwaigen Einnahmen wichtig herauszufinden, ob du regelbesteuerter Unternehmer im umsatzsteuerlichen Sinne bist oder kannst du die sogenannte Kleinunternehmerregelung anwenden. Diese kannst du anwenden, wenn du wahrscheinlich nicht mehr als 17.500 € Einnahmen erzielen wirst. Achte darauf, die 17.500 € ist ein Jahreswert. Das heißt, wenn du im Laufe des Jahres deine Tätigkeit anmeldest, dann zwölftelt sich entsprechend dieser Betrag. Die Gewinnerwartung hat Relevanz für die Festsetzung der Einkommensteuer- oder Gewerbesteuervorauszahlung oder wenn du eine GmbH oder UG gründest, dann für die Frage der Körperschaftsteuervorauszahlungen.

Du brauchst eine finanzielle Planung

Ich gehe mal davon aus, dass du für dich sicherlich eine Planung hast, vielleicht hast du auch einen Businessplan - dort sind meistens die Szenarien, die im besten Fall eintreten angegeben. Diese solltest du in jedem Fall etwas abmildern, denn du weißt ja erst im Nachgang, nach Ablauf des Geschäftsjahres, ob deine Erwartung eingetreten ist. Wenn du beispielsweise in deinem Businessplan zu stehen hast, du erwartest 50.000€ Gewinn, dann muss der ja nicht eintreten. Wenn du diesen Gewinn nun im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung angibst, führt das konsequenterweise sofort dazu, dass du Steuervorauszahlungen zu leisten hast. Bei 50.000€ Gewinn - ich sage jetzt mal du bist einzelveranlagt, nicht verheiratet, dann können das schnell 18.000 € Jahressteuer sein oder mit anderen Worten 4.500 € Steuervorauszahlungen pro Quartal.

Mein Tipp für dich:

Mein Tipp ist hier, gehe lieber ein wenig vorsichtiger heran, denn du weißt es erst im Nachgang wie sich dein Unternehmen entwickelt. Das ist auch nicht schlimm, denn der Businessplan ist eher eine positive Betrachtung und abgerechnet wird immer am Ende - dafür gibst du dann ja eine Steuererklärung ab und dort weiß das Finanzamt dann genau, welchen Gewinn du gemacht hast. Aber du wirst im Vorfeld nicht sofort mit hohen Steuervorauszahlungen belastet, denn gerade in der Gründungsphase braucht man natürlich jeden Cent. Ein ganz wichtiger Punkt, auf den ich dich noch aufmerksam machen möchte ist, dass du im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auch gleich eine Umsatzsteueridentifikationsnummer beantragen kannst. Diese ist von Bedeutung, wenn du auf europäischer Ebene, also über die deutschen Grenzen hinaus, Dienstleistungen oder Waren kaufen oder verkaufen möchtest - und in Zeiten von Amazon, wo es heute sehr einfach ist, bei einem belgischen oder dänischen Händler zu kaufen, wäre so eine Umsatzidentifikationssteuernummer wirklich von Bedeutung, sonst weiß dieser Lieferant nicht, dass du Unternehmer bist. Wenn er das aber weiß, dann liefert er in jedem Fall an dich steuerfrei.


Ausfüllanleitungen mit Video kannst du dir auf meiner Seite www.fragebogen-zur-steuerlichen-erfassung.de anschauen. Dort habe ich für nahezu jeden Bereich entsprechende Coaching-Videos bereitgestellt, Anleitungen, wie du am besten diesen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllst und darüber hinaus empfehle ich dir auch unbedingt, dich zu meinem kostenlosen Webinar anzumelden. Ich würde mich freuen, dich mit meinem Know-how und meinen Erfahrungen unterstützen zu können. Bis bald.

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