Welche Steuern muss ein Freiberufler zahlen?

In diesem Beitrag möchte ich dir nützliche Informationen geben, zum Thema Freiberufler und Steuern. Dich interessiert sicherlich, welche Steuern für dich in Frage kommen und was du beachten musst. Für dich als Freiberufler ist das gar nicht so schwierig. Als allererstes - und das allerwichtigste ist zunächst einmal, dass du prüfst und dich fragst, bist du tatsächlich überhaupt Freiberufler?

Im Steuerrecht kennen wir sieben Einkunftsarten und eine der größten Schwierigkeiten ist es den Unterschied zu machen zwischen Gewerbebetrieb und freiberuflicher Tätigkeit. Ich weiß aus Erfahrung, dass sehr viele Gewerbetreibende, die vielleicht als Einzelunternehmer ohne Mitarbeiter tätig sind von Freiberuflichkeit sprechen, obwohl sich hier gar keine Freiberuflichkeit darstellt. Das Steuerrecht kategorisiert oder katalogisiert mehr oder weniger Freiberufler.

Wann bist du Freiberufler?

Freiberufler sind in der Regel Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte, Patentanwälte, Wirtschaftsprüfer, Hebammen, Ingenieure, Architekten - das sind im Wesentlichen Berufsgruppen, die aufgrund ihres Studiums ihre Fähigkeiten und ihr Wissen gegenüber ihren Kunden verkaufen und vermarkten. Ich meine, im Grunde genommen machen wir das alle. Gewerbetreibende haben auch Fähigkeiten und verfügen über Fachwissen, aber eben ein ganz wichtiger Unterschied zwischen den Gewerbetreibenden und dem Freiberufler sind eben die Kataloge, die ich genannt habe. Das kannst du alles auch in §18 des Einkommensteuergesetzes nachlesen.

Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Der Vorteil eines Freiberuflers ist letztlich, er hat nichts mit der Gewerbesteuer zu tun - du musst also grundsätzlich als Freiberufler nur Einkommensteuer zahlen. Du musst auch Umsatzsteuer zahlen, es sei denn du wählst die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung, dann ist die Umsatzsteuer für dich auch erstmal kein Thema. Wie ich bereits sagte, es ist extrem wichtig, dass du hier ganz klar unterscheidest, es gibt sicherlich sehr viele Grenzfälle, zum Beispiel ist der Informatiker, der nur beratend tätig ist tatsächlich Freiberufler im Sinne des Steuerrechts. Wenn du aber beispielsweise Apps programmierst und diese vermarktest, dann bist du hier im steuerrechtlichen Sinne Gewerbetreibender - genau das Gleiche betrifft auch den Grafiker oder Designer, solche Berufsgruppen ordnen die Finanzämter sehr gern dem Gewerbebetrieb zu.

Strukturiere dein Unternehmen

Du hast hier auch Möglichkeiten, das für dich sehr gut zu strukturieren. Wenn du beispielsweise Designer bist und Entwürfe designst, diese Entwürfe dann auf Produkte angewandt werden und du diese Produkte selbst verkaufst, hast du einen Gewerbebetrieb. Du könntest aber auch ein extra Gewerbe für den Verkauf und für die Vermarktung deiner Endprodukte gründen und so auf der einen Seite Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit haben und auf der anderen Seite Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb haben. Je nachdem, wie die genau Situation bei dir ist, ist dann auch die steuerrechtliche Rechtsfolge daran geknüpft. Wenn du tatsächlich lediglich freiberufliche Einkünfte hast, angenommen du bist Arzt, Rechtsanwalt oder Architekt, dann sind für dich nur Einkommensteuern und Umsatzsteuern relevant.

Bilanzpflicht als Freiberufler

 Es gibt weitere Erleichterungen, die für dich in Frage kommen, und zwar musst du als Architekt niemals eine Bilanz erstellen. Du kannst es natürlich freiwillig machen, um deine Leistungsfähigkeit besser zu dokumentieren, weil Kunden ja nicht immer sofort und gleich bezahlen. Du hast aber gearbeitet und Rechnungen gestellt - für solche Fälle könnte eine Bilanz auch tatsächlich in Frage kommen, aber generell ist es eine erhebliche Erleichterung, wenn du nur Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen musst und der Differenzbetrag sozusagen deinen Gewinn darstellt.

Der Freiberufler und die Umsatzsteuer

Umsatzsteuerlich ist es grundsätzlich erstmal völlig unerheblich was du bist, ob du Freiberufler bist, ob du einen Gewerbebetrieb hast, ob du Land- und Forstwirt bist oder ob du Vermieter bist - das Umsatzsteuerrecht knüpft gar nicht an diese Frage. Im Umsatzsteuerrecht geht es lediglich um die Frage, ob du Unternehmer bist. Unternehmer sind in der Regel Menschen oder Organisationen, die nachhaltig Einnahmen erzielen wollen. Da geht es auch nicht darum, ob hier schon ein Gewinn erzielt wird, sondern darum, ob nachhaltig, wiederkehrend, also mit Wiederholungsabsicht Einnahmen erzielt werden - dann bist du Unternehmer, dann entsteht auch Umsatzsteuer für alle Leistungen oder Lieferungen, die du erfüllst. Dann musst du natürlich Umsatzsteuer bezahlen. Du weißt sicherlich, in Deutschland gibt es 2 Umsatzsteuersätze: einmal 7% und einmal 19% und generell wird hier der 19%-ige Umsatzsteuersatz angewendet.

Ich würde dir empfehlen, melde dich einfach zu meinem kostenlosen Webinar an. Dort gebe ich dir weitere nützliche Informationen, du kannst gern auch Fragen stellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn du von meinen langjährigen Erfahrungen profitierst und dir auch das Know-how holst bei der Frage Klassifikation Gewerbebetrieb oder Freiberuflichkeit. Bis bald.

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